Laufsport
Ob im Park, auf dem Trail oder beim Marathon: Jeder Lauf kann ein Beitrag zum Umweltschutz sein. Wer bewusst unterwegs ist, schont Natur und Ressourcen – und läuft mit gutem Gewissen ins Ziel. Beim Berlin Marathon nehmen jährlich ca. 60.000 Sportler teil. Dabei legten in der Umfrage 2018 viele Anreisende insgesamt 71 Millionen Flugkilometer zurück. In Berlin waren nach der Veranstaltung über 39 Tonnen Abfall angefallen, darunter 800.000 Einwegbecher.
Allein durch die Anreise entstanden ca. 20.000 Tonnen CO2-Emissionen. Dazu kommen noch die Starter-Beutel, Finisher-Medaillen, T-Shirts usw.

Quelle: https://www.runnersworld.de/news-fotos/wie-rennen-gruener-werden/
abgerufen 21.04.2025
Nachhaltig anreisen
Nutze öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften oder das Fahrrad zur Anreise zu Trainings oder Wettkämpfen.
Das spart CO₂ und schont die Umwelt schon vor dem ersten Schritt.
Viele Veranstalter bieten inzwischen Shuttle-Service oder sogar die kostenfreie Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln an. Je nach Größe und Austragungsort der Veranstaltung kann dies sogar deutlich stressfreier sein, wenn man keinen teuren und umständlich zu findenden Parkplatz benötigt.
Eigene Laufverpflegung und Energy-Gels oder Riegel
Neben dem vielen Abfall, der durch die Kunststoffverpackungen von Gels und Riegeln entsteht, ist auch zu viel Zucker in den Produkten. Um diese Probleme zu umgehen, bietet sich die Verwendung von wiederverwendbaren Verpackungen an, in welche beispielsweise selbst hergestellte Gels gefüllt werden können. Auch Riegel können einfach und frisch selber hergestellt werden.
Damit spart man Kunststoff-Abfall, hat einen Überblick über die Zutaten und dazu sogar noch eine gesunde Alternative.
Rezept benötigt? HIER gibt es eine tolle Idee für die Herstellung von Gels und HIER für die Herstellung von eigenen Energieriegeln.
Müll vermeiden bei Training und Wettkampf
Bringe eigene wiederverwendbare Trinkflaschen oder Becher mit.
Gerade bei Marathons entsteht durch Wegwerfbecher und Verpackungen unnötig viel Abfall.
Zwar werden auf den meisten Veranstaltungen inzwischen Papierbecher genutzt, dennoch sind es Einwegbecher die zu hunderten oder tausenden bei solchen Veranstaltungen anfallen. Mit dem Mitführen von Softflasks oder Silikonbecher lässt sich dieses Problem leicht beheben!
Plogging
…oder einfach: Müll sammeln! Beim Laufen oder sonstigen Aktivitäten. Als begeisterter Läufer und Naturliebhaber ärgere ich mich immer wieder, wenn überall neben den Wander- und Spazierwegen, Müll zu entdecken ist. Um wenigstens einen kleinen Teil zu einer sauberen Umgebung beizutragen, nehme ich regelmäßig zu meinen Läufen Mülltüten mit und sammle Abfall ein.
Laufe in der Natur – mit Rücksicht!
Bleibe auf Wegen, nimm Rücksicht auf Wildtiere und trage deinen Müll wieder mit nach Hause. Schütze empfindliche Natur- und Schutzgebiete.
Schuhe und Ausrüstung lange nutzen
Pflege deine Laufschuhe und Ausrüstung gut, repariere kleinere Schäden und ersetze nur, wenn es wirklich nötig ist.
Das spart Rohstoffe und reduziert Müll.
Veranstaltungen mit Nachhaltigkeitskonzept
Der Druck auf die Veranstaltungen wird immer größer, auch nachhaltige Konzepte in Veranstaltungsmanagement anzubieten. Daher gibt es bereits viele Veranstaltungen, die beispielsweise Ökostrom nutzen und auf einen Starterbeutel oder Medaillen berichten.
Als Teilnehmer kann man sich bewusst für solche Veranstaltungen entscheiden und den Gedanken dahinter somit aktiv fördern. Ein schönes Beispiel ist der Schwarzwaldmarathon!
Beim Schwarzwald-Marathon wird bewusst auf Plastik verzichtet und auf regionales Catering gesetzt. Auch die Medaillen entstehen vor Ort: Eine Ausbildungslehrwerkstatt fertigt sie an, während eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung die Bänder anbringt. Zusätzlich unterstützt der Marathon den örtlichen Imkerverein durch Spenden von Bienen, legt gemeinsam mit Schulen Bienenwiesen an und verzichtet konsequent auf den Einsatz von Kraftfahrzeugen.
Auch nach dem Event bleibt das Engagement hoch: Ein eigens zusammengestelltes Reinigungsteam, das ausschließlich aus Ehrenamtlichen besteht, sorgt sorgfältig dafür, dass alle Spuren beseitigt werden – selbst dann, wenn die Abfälle nicht von den Teilnehmenden stammen.
